Geschichte und Herkunft “Barbershop”.

Barbershop gilt als einer der originär amerikanischen Musikstile.

Seine Entstehungsgeschichte ist mittlerweile umstritten, nicht zuletzt seit sich auch unabhängige Forschung jenseits der Institutionen des Genres für den Gegenstand zu interessieren begonnen hat. Dieser Umstand stellt für das Genre nicht nur eine rein akademische Herausforderung dar. Im Kern geht es um Erhalt und Fortschreibung eines besonderen Satzstils für A-cappela-Ensembles. In diesem Sinne ist Barbershop als eine popularmusikalische Form historischer Aufführungspraxis zu verstehen. Unter anderem dient das vergleichsweise rigide Regime strenger musikalischer Wettbewerbsregeln diesem Ziel. Wenn man aber historische Argumente für und gegen bestimmte ästhetische Entscheidungen ins Feld führt, berührt die Frage nach der Entstehung des Barbershop auch die Legitimität der stilistischen Normen, wie sie sich u. a. in den Wettbewerbsregeln niederschlagen.

Die traditionelle Lesart der Entstehung dieses Genres liest sich in etwa wie folgt: Schon vor der Zeit des Radios gab es Schlager, populäre Musik, die im Süden der USA ersonnen und verbreitet wurde, zumeist von reisenden Vaudeville-Ensembles. Die Zuschauer einer solchen Aufführung griffen die gehörten Songs oft am nächsten Tag auf, um sich die Wartezeit beim Barbier (Englisch Barber) zu verkürzen: Einer summte die Melodie, einer ersann eine Bass-Linie darunter, eine hohe Stimme sang Terzen über der Melodie, und schließlich füllte ein harmonisches Genie den Sound mit Quintakkordierung, der Bariton. Auch diejenigen Ortsbewohner, die nicht im Vaudeville-Theater gewesen waren, hörten die neuen Songs und machten mit. So entstand die Barbershop-Musik.[3][4] In den Haushalten der weißen Oberschicht gab es oft ein Reproduktionsklavier. Die armen Leute hatten hingegen meist nur ihre Stimme zum Musizieren. Insofern entstand die Barbershop-Musik aus den weißen Unterschichten der Südstaaten. Das spiegeln auch die Themen des Barbershop wider: Es geht fast immer um zwischenmenschliche Beziehungen, Liebe, Leid und Herzensschmerz, gelegentlich ergänzt um patriotische Aussagen. Als das Radio sich verbreitete, drohte die Barbershop-Musik in Vergessenheit zu geraten. Ende der 1930er Jahre wurden jedoch mehrere Vereine gegründet, die den Erhalt und die Pflege dieser Gattung zum Ziel hatten. Am bekanntesten ist die 1938 gegründete Barbershop Harmony Society. Deren ursprünglicher Name trieb die damalige Mode auf die Spitze, die Namen von Organisationen mit teilweise sehr langen Buchstabenfolgen abzukürzen: Society for the Preservation and Encouragement of Barber Shop Quartet Singing in America (Gesellschaft zur Ermutigung und zur Bewahrung des Barbershop-Quartett-Gesanges in Amerika), abgekürzt S.P.E.B.S.Q.S.A.

Ein Teil der Forschung tendiert zur selben zeitlichen Datierung der Entstehung um 1900 und folgt auch der Lesart, dass Barbershop eine Musikform sei, die sich unter Einfluss von Kirchen-, Minstrel-, und Vaudeville-Musik in einfachen sozialen Schichten unter Amateuren entwickelt habe. Sie reklamiert aber, Barbershop sei als eine primär afro-amerikanische Schöpfung anzusehen.

Ein anderer Teil der Forschung vertritt die Ansicht, dass die Behauptung, Barbershop sei in seiner heutigen musikalischen Gestalt um die Jahrhundertwende entstanden, dann in Vergessenheit geraten und schließlich um 1940 wiederbelebt worden, insgesamt nicht haltbar sei. Stattdessen müsste man Barbershop als erfundene Tradition ansehen. In zahlreichen Einzelaspekten, einschließlich des Formats der Vokalquartette und der charakteristischen Harmonik, sind zwar musikalische Elemente im heutigen Barbershop aufgegangen, die um 1900 populär waren. Wie man dies sieht, hängt maßgeblich davon ab, was man genügen lässt, um bereits von Barbershop zu sprechen, oder was man umgekehrt als vielleicht wichtige Einflüsse und Vorläufer betrachtet, aber eben noch nicht als das Genre, das man heute als Barbershop kennt. Der absolute Primat des expanded sound in Verbindung mit den weiteren Satzregeln als kohärente Ästhetik zur Interpretation ganzer Lieder dürfte dabei jedenfalls aus musikalischer Sicht das entscheidende Kriterium sein.

Im Übrigen spielten auch Frauen und Emigranten eine wichtige Rolle in der Vokalquartettkultur der Jahrhundertwende in den USA – ein Umstand, der lange wenig beachtet war.


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